Das gute Teamklima
Ich bin, neben dem Coaching von Führungskräften und Unternehmer/-innen, spezialisiert auf die nachhaltige Entwicklung von Führungskräfte-Teams.
Mir ist es wichtig, dass Führungskräfte verstehen, welche Kriterien für ihre persönliche Entwicklung von Bedeutung sind und wie wichtig ein gutes Teamklima ist. (mehr …)

Wer von Ihnen hat in seiner Karriere nicht schon einmal den Satz gehört: „Na, dann motivieren Sie mal Ihre Mitarbeiter!“ – und wurde dann damit alleine gelassen.
Als Führungskräfte und Unternehmer sind Sie tagtäglich gefordert, damit Ihre Abteilung bzw. Ihr Unternehmen reibungslos läuft. Dabei haben Sie vielfältige Aufgaben, auch Führungsaufgaben. Wenn ich Führungskräfte spontan frage, was die klassischen Führungsaufgaben sind, dann tauchen als erstes immer Aufgaben im Zusammenhang mit der Organisation des Unternehmens auf. So z.B. den Dienstplan schreiben, die Abläufe in der Abteilung prüfen und optimieren, Rechnungen schreiben und prüfen, Budget, Forecast und noch vieles andere mehr. Ich frage dann gerne, welchen Schwerpunkt diese beschriebenen Aufgaben haben. Richtig, das sind alles Managementaufgaben, also Aufgaben, die zur Gestaltung und Organisation der Abteilung oder des Unternehmens dienen. Doch was sind dann Führungsaufgaben? Die, die mit den Menschen, die in Ihrer Abteilung oder in Ihrem Unternehmen arbeiten zu tun haben.
Kennen Sie das? Pass auf Kind, wo Du hinläufst! Schau nach vorne! Vorsichtig, da liegt was! Es gab Zeiten, da konnten Sie sich, die Sie heute als Führungskräfte und Unternehmer agieren, auf Ihre Eltern verlassen. Sie waren für Sie achtsam und verhinderten in den meisten Fällen ein Malheur. Nur wenn Sie nicht hinhören wollten, oder der Reiz, etwas auszuprobieren, höher war, dann geschah es, dass Sie die eigene, manchmal schmerzhafte Erfahrung sammeln mussten. Gut so, denn das hat Sie gelehrt, in bestimmten Lebenssitutationen achtsam zu sein.
Für Sie als Führungskräfte und Unternehmer ist es wichtig, dass Sie in Zukunft und inmitten einer unbeständigen, ungewissen – also einer „VUCA Welt“ **-
Wussten Sie, dass wir Menschen mehr als 90 Prozent dessen, was wir tun, unbewusst tun? Sicherlich fallen Ihnen auch Situationen ein, in denen Sie froh gewesen wären, wenn Sie bewusster reagiert hätten. In der Führungsarbeit sollten sich Führungskräfte häufiger die Frage stellen „was ist mein Anteil daran, dass die Situation gerade so ist wie sie ist?“ Das beginnt beim Delegieren, geht weiter in der Art der Kommunikation und reicht bis hin zum eigenen Führungsverhalten. Denn häufig lässt das Feedback der Mitarbeitenden erkennen, dass irgendetwas nicht stimmt.
Coaching ist ein interaktiver, personenzentrierter, individueller Beratungsprozess auf freiwilliger Basis für Menschen mit Führungs- und Managementaufgaben und findet nach aktuellen Umfragen zu 85 Prozent in sogenannten Präsenzmeetings statt. Digitale Medien werden in maximal acht Prozent aller Coachings genutzt. Auch ich kann diese Zahlen für meine eigene Arbeit als Coach im Großen und Ganzen bestätigen. Trotz allem entwickelt sich die Welt weiter und der Trend zur Digitalisierung ist nirgendwo mehr aufzuhalten.
Die Zeit der Linienhierarchie, so wie sie in der Hotellerie und Gastronomie noch zuhauf zu finden ist, neigt sich ihrem Ende zu. Immer häufiger erleben Führungskräfte, dass Lösungen, die sie für eine Herausforderung anstreben nicht mehr greifen oder zumindest nicht das Ergebnis liefern, das sie sich vorgestellt haben. Das verunsichert und frustriert Führungskräfte, da das Ergebnis immer seltener vorhersehbar wird. Aufgrund ihrer Veränderungsdynamik und wachsenden Komplexität wird die Welt zunehmend unvorhersehbarer. Einfache Ursache-Wirkung Lösungen greifen nur noch in wenigen, sehr eindeutigen Fällen. Wissenschaftler beschreiben die Welt als vuca: Volatil (unbeständig, flüchtig), Uncertain (unsicher), Complex (differenziert), Ambigious (mehrdeutig, zweifelhaft, unklar).
Seit über zwölf Jahren berate ich junge Nachwuchsführungskräfte hinsichtlich ihrer Karriere in der Hospitality Branche. Dabei ist mir eine ganz wesentliche Entwicklung aufgefallen. In den Generationen Y und Z verstärkt sich der Blick immer mehr auf die eigene Person, losgelöst von den Entwicklungen in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt. Im Vordergrund steht, wie ich mich selbst entwickeln kann, was mir selbst gut tut und wie ich besser werden kann. Das ist eine sehr typische Eigenschaft der Generation Y.
Geschafft! Ihnen ist der Karriereschritt hin zur Führungskraft in der Hotellerie gelungen. Damit die Freude über die neue Position und die hinzugewonnene Führungsverantwortung nicht schnell verpufft, habe ich Ihnen zehn Punkte zusammengestellt, auf die Sie in den ersten 100 Tagen achten sollten. Dann klappt es auch mit Vorgesetzten und Mitarbeitenden.