Linienhierarchie adé: Wachsende Komplexität erfordert Führung in Netzwerkstrukturen
Die Zeit der Linienhierarchie, so wie sie in der Hotellerie und Gastronomie noch zuhauf zu finden ist, neigt sich ihrem Ende zu. Immer häufiger erleben Führungskräfte, dass Lösungen, die sie für eine Herausforderung anstreben nicht mehr greifen oder zumindest nicht das Ergebnis liefern, das sie sich vorgestellt haben. Das verunsichert und frustriert Führungskräfte, da das Ergebnis immer seltener vorhersehbar wird. Aufgrund ihrer Veränderungsdynamik und wachsenden Komplexität wird die Welt zunehmend unvorhersehbarer. Einfache Ursache-Wirkung Lösungen greifen nur noch in wenigen, sehr eindeutigen Fällen. Wissenschaftler beschreiben die Welt als vuca: Volatil (unbeständig, flüchtig), Uncertain (unsicher), Complex (differenziert), Ambigious (mehrdeutig, zweifelhaft, unklar). (mehr …)

Seit über zwölf Jahren berate ich junge Nachwuchsführungskräfte hinsichtlich ihrer Karriere in der Hospitality Branche. Dabei ist mir eine ganz wesentliche Entwicklung aufgefallen. In den Generationen Y und Z verstärkt sich der Blick immer mehr auf die eigene Person, losgelöst von den Entwicklungen in der Wirtschaft und auf dem Arbeitsmarkt. Im Vordergrund steht, wie ich mich selbst entwickeln kann, was mir selbst gut tut und wie ich besser werden kann. Das ist eine sehr typische Eigenschaft der Generation Y.
Geschafft! Ihnen ist der Karriereschritt hin zur Führungskraft in der Hotellerie gelungen. Damit die Freude über die neue Position und die hinzugewonnene Führungsverantwortung nicht schnell verpufft, habe ich Ihnen zehn Punkte zusammengestellt, auf die Sie in den ersten 100 Tagen achten sollten. Dann klappt es auch mit Vorgesetzten und Mitarbeitenden.
Die Hotellerie ist eine Branche, in der Sie nach Ausbildung und ein paar Jahren Berufserfahrung mit Engagement und Begeisterung für Ihren Job Karriere machen können. Irgendwann stehen Sie vor der Entscheidung: Mache ich den nächsten Schritt und übernehme Führungsverantwortung? Welche persönlichen Fähigkeiten Sie auf jeden Fall mitbringen sollten, um eine erfolgreiche Führungskraft zu werden, habe ich Ihnen zusammengestellt:
Bei vielen Führungskräften hat Coaching immer noch einen schlechten Ruf. Viele glauben nach wie vor, dass Coaching nur denen zu Teil wird, die in ihrer Führungsarbeit Defizite haben. So ein Quatsch! Denn alle Führungskräfte haben Stärken und Schwächen. Allerdings kann jemand, der selbstbewusst ein Coaching in Anspruch nimmt, lernen, mit seinen Schwächen besser umzugehen und verbessert dadurch sein Selbstwertgefühl. Das hilft ihm, souveräner aufzutreten. Aus meiner Sicht ist das Erfolgsorientiert und keineswegs Defizitorientiert. Könnte die Angst der Führungskräfte vor dem Coaching etwas über die Vertrauenskultur in Unternehmen aussagen?
Die Generationen Y und Z sind derzeit in aller Munde. Unterschiedliche Institute untersuchen, wie die beiden Generationen eigentlich ticken. Da so gefundene Pauschalierungen keinem weiterhelfen, erläutere ich meine persönlichen Erfahrungen mit Menschen in diesem Alter.
Die Veränderungen in der Arbeitswelt schreiten voran und führen dazu, dass Sie als Führungskräfte und Unternehmer immer schneller entscheiden müssen. Da das Umfeld, in dem Sie entscheiden müssen, immer komplexer wird, fällt die Entscheidung immer schwerer. So wird auch verständlich, dass Sie keine richtige oder falsche Entscheidung treffen, sondern dass Sie nur eine gute oder bessere Entscheidung treffen können mit dem Wissen, das Ihnen zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung steht. 
