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Coaching anordnen – ist das sinnvoll?

Businessman in red boxing gloves

Vorgesetzte und Verantwortliche in den Personalabteilungen beschäftigt immer wieder die Frage, ob sie ihren Führungskräften Coaching anordnen können. Klar können sie das. Aber was hat das zur Folge?

Das Angebot eines Coachings setzt an sich schon die Einstellung voraus, dass Führungskräfte selbstbestimmte, intelligente Menschen sind, die im Regelfall präzise beurteilen können, welche Form der Weiterbildung ihnen weiterhilft. So ist das auch beim Personalentwicklungsinstrument Coaching. Hier müssen die Rahmenbedingungen für ein Coaching präzise formuliert und wichtige Grundregeln eingehalten werden. Die wichtigsten Grundregeln für ein erfolgreiches Coaching lauten: Freiwilligkeit und Vertraulichkeit. Ebenso sollte es selbstverständlich sein, dass das Unternehmen den Führungskräften erklärt, was Coaching ist und was es bewirken kann. Das kann auch der potenzielle Coach übernehmen. Nur was passiert, bei aller guten Absicht, wenn ein Coaching verordnet wird und die Grundregeln nicht eingehalten werden?

Werfen Sie kein Geld zum Fenster raus

Wird einer Führungskraft ein Coaching verordnet, wird sie zunächst skeptisch reagieren und auf Distanz zum Coach gehen. Damit ist schon eine wesentliche Hürde entstanden und zwar Misstrauen! Wer nicht vertraut, der wird sich auch nicht auf einen Prozess einlassen und geht in Verweigerungshaltung. Außerdem können Vermutungen auftauchen, welchen Auftrag der Coach eventuell von der Geschäftsleitung bekommen hat. Ebenso kann es sein, dass die „Chemie“ zwischen Coach und Führungskraft nicht stimmt, und somit entsteht eine weitere Hürde. Wer ein Coaching anordnet, wirft Geld zum Fenster raus. Denn das Coaching wird kaum eine oder im schlimmsten Fall negative Wirkung auf die Führungskraft haben.

Die Führungskraft alleine entscheidet sich für einen Coach

Wenn Sie Coaching als ein Instrument zur Weiterentwicklung anbieten, dann sollten Sie je nach Größe des Unternehmens mehrere Coaches in einem Pool haben, aus dem die Führungskräfte auswählen können. Sie können gerne auch einen Coach empfehlen, jedoch entscheidet alleine die Führungskraft, ob sie mit ihm arbeiten möchte. Wichtig ist, dass die Führungskraft die Möglichkeit erhält, vorab ein Kennenlerngespräch mit dem Coach zu führen. Findet die Führungskraft im Gespräch das Vertrauen zu dem Coach, dann kann das Coaching starten und erfolgreich verlaufen. Denn dann basiert es auf Vertrauen, Freiwilligkeit, Vertraulichkeit und der persönlichen Veränderungsbereitschaft.

Written by Klaus Häck


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1 Kommentar
  • Peter Reitz sagt:

    Ganz wichtiger Artikel! Hier lauern auch für den Coach „Fallen“, wenn Coaching als PE verordnet wird. Eine gründliche Auftragsklärung und der Konsens, was durch das Coaching erreicht werden soll, kann und muss hier Klarheit schaffen. Sollte es hier „Unstimmigkeiten“ geben die nicht geklärt werden können ist der Coach gut beraten, den Auftrag abzulehnen.

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